FLYPOWER wurde 2010 gegründet und ist ein High-Tech-Unternehmen, das sich auf Forschung, Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Polymerwerkstoffen spezialisiert hat. Aufbauend auf seinen Kernkompetenzen und ausgehend von Wärmeschrumpfmaterialien gründete das Unternehmen 2018 seine Medizintechnik-Sparte und erweiterte sein Geschäft und Produktportfolio um die Bereiche Medizinprodukte und Katheter, mit dem Ziel, ein weltweit führender Lieferant von Materialien für interventionelle Medizinprodukte zu werden.

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重要信息

Medizinischer ultradünnwandiger LDPE‑Wärmeschrumpfschlauch medizinischer Qualität BH‑MT‑2‑UTW

Anwendungen:

Der ultradünne, wärmeschrumpfbare Schlauch BH-MT-2-UTW in medizinischer Qualität besteht aus Polyolefin in medizinischer Qualität. Er zeichnet sich durch hervorragende elektrische Isolationseigenschaften und Flexibilität aus und lässt sich mit einer Mindestwandstärke von 0,05 mm besonders dünn ausführen. Dank seiner Flexibilität und seiner dünnwandigen Struktur erfüllt er die Anforderungen der Medizinprodukteherstellung.

Eigenschaften:

Schrumpfverhältnis: ≥2:1
Niedrige Schrumpftemperatur
Ultradünne Wandstärke von nur 0,05 mm
Hohe Transparenz und Flexibilität
Gute physikalische, chemische und elektrische Eigenschaften
Hervorragende elektrische Isolationseigenschaften
Geeignet für die Sterilisation mit Gammastrahlen (γ) und Ethylenoxid (ETO)

Betriebstemperatur:

Betriebstemperatur: -45 °C bis 90 °C
Mindestschrumpftemperatur: 60 °C
Temperatur für vollständige Rückstellung: über 100 °C

Zulassungen/Zertifizierungen:

Entspricht ISO 10993, USP Klasse VI und der RoHS-Richtlinie

Farbe:
Schwarz, transparent (andere Farben sind auf Anfrage erhältlich)

Modell

Gelieferter Zustand (mm)

Nach dem Rückschrumpfen (mm)

Standard‑Verpackung

(Meter / Spule)

Innendurchmesser (Min.)

Wanddicke

Innendurchmesser (Max.)

Wanddicke

BH‑MT‑2‑UTW‑1.0

1,0

0,075±0,025

≤0,50

0,125±0,025

200

BH‑MT‑2‑UTW‑2.0

2,0

0,075±0,025

≤1,00

0,125±0,025

200

BH‑MT‑2‑UTW‑3.0

3,0

0,075±0,025

≤1,50

0,125±0,025

200

BH‑MT‑2‑UTW‑4.0

4,0

0,075±0,025

≤2,00

0,125±0,025

200

BH‑MT‑2‑UTW‑4.4

4,4

0,075±0,025

≤2,20

0,125±0,025

200

BH‑MT‑2‑UTW‑4.8

4,8

0,075±0,025

≤2,40

0,125±0,025

100

BH‑MT‑2‑UTW‑5.5

5,5

0,075±0,025

≤2,75

0,125±0,025

100

BH‑MT‑2‑UTW‑6.4

6,4

0,115±0,03

≤3,20

0,175±0,025

100

BH‑MT‑2‑UTW‑10.0

10,0

0,115±0,03

≤5,00

0,175±0,025

100

BH‑MT‑2‑UTW‑12.7

12,7

0,115±0,03

≤6,35

0,175±0,025

100

Sonderabmessungen sind auf Anfrage erhältlich.

Eigenschaft

Prüfverfahren

Typischer Wert

Längenänderung %

ASTM D 2671

-10~+5

Zugfestigkeit / MPa

ASTM D 638

≥10,3

Bruchdehnung / %

ASTM D 638

≥200

Prüfspannung für dielektrische Festigkeit

ASTM D2671

3000 V, 60 Sekunden ohne Durchschlag

Dielektrische Festigkeit / kV/mm

ASTM D 2671

≥15,7

FAQ: BH‑MT‑2‑UTW — Medizinischer ultradünnwandiger LDPE‑Wärmeschrumpfschlauch medizinischer Qualität

Erstellt für F‑E‑ und Prozessingenieure von medizinischen Geräten, OEM‑/ODM‑Partnern und Einkaufsteams, die an Feindraht‑Katheter, invasiven Geräten und elektrochirurgischen Mikrokomponenten arbeiten. Diese FAQ konzentriert sich auf Auswahl und Migration, praktische Verarbeitung ultradünnwandiger Schläuche, Ausfallmodi, Sterilisationsverfahren, Compliance‑Grenzen und Beschaffung. Alle physikalischen Eigenschaften, Abmessungen, Schrumpfverhältnisse und Prüfwerte sind im Produktdatenblatt veröffentlicht und werden hier bewusst nicht wiederholt – besuchen Sie die BH‑MT‑2‑UTW Produktseite für die vollständigen Spezifikationen.

1. Auswahl & Migration

F1. Was muss geprüft werden, bevor BH‑MT‑2‑UTW ausgewählt oder von einer anderen ultradünnwandigen Bezugsquelle migriert wird?

A1. Vier Prüfpunkte.
(1) Pass in beiden Zuständen unter Berücksichtigung der Auslegungsregel für ultradünne Wände: Der gelieferte Innendurchmesser muss frei über Ihr Bauteil gleiten, und das Bauteil soll die Hülse vor ihrem freigeschrumpften Innendurchmesser stoppen. Eine Auslegung, bei der die Hülse vollständig freischrumpft, führt zu fehlender Haltekraft. Wird die Schrumpfung hingegen zu früh durch das Bauteil behindert, verbleibt eine ringförmige Restspannung in der dünnen Wand, was spätere Rissbildung begünstigt. Vergleichen Sie unsere Toleranzbereiche im Datenblatt mit Ihrer Zeichnung.
(2) Bauraumbudget: Bei ultradünnen Wänden beeinflusst die Toleranz der geschrumpften Wanddicke direkt Ihren Außendurchmesser‑Bauraum. Prüfen Sie daher den Toleranzbereich, nicht nur den Nennwert.
(3) Voraussetzungen für die Verarbeitung: Diese Qualität schrumpft bei niedrigen Temperaturen (siehe Datenblatt) und ist schonend für temperaturempfindliche Substrate. Die dünne Wand verengt jedoch auf andere Weise das Prozessfenster (siehe Frage zur Verarbeitung), planen Sie Ihre Geräte entsprechend.
(4) Migration: Bei Einsatz als Zweitquelle führen Sie Parallelversuche mit dem bisherigen Produkt an Ihrem realen Bauteil durch. Führen Sie vor der Freigabe Ihre eigenen IQ/OQ/PQ‑Validierungen sowie die erforderliche Bewertung von Designänderungen durch. Für diese Arbeiten stehen Bewertungsmuster zur Verfügung.

2. Thermische Verarbeitung & Ausfallmodi

F2. Welche Heizgeräte eignen sich für ultradünnwandiges LDPE und welche Ausfallmodi sind zu beachten?

A2. Obwohl die niedrige Rückschrumpftemperatur (siehe Datenblatt) an sich tolerant ist, verzeiht eine ultradünne Wand keine Ungleichmäßigkeiten der Wärme. Verwenden Sie geprüfte Umluftofen, automatisierte Heißluftringe oder Infrarot‑Heizstationen mit geschlossenem Regelkreis und festen Vorschubgeschwindigkeiten. Handgeführte Heißluftpistolen sind die Hauptursache für Ausschuss: Ein lokaler Hot‑Spot führt sofort zu Über‑Schrumpfung und Materialabbau, während das umgebende Material noch kalt ist – die Hülse reißt oder durchbricht sich sofort. Beim Schrumpfen auf einen massiven Metalldorn oder Hypotubus erwärmen Sie den Kern vor, damit die Wand von beiden Seiten beheizt wird und keine Wärmeabfuhr über das Innere erfolgt. Häufig auftretende Ausfallmodi bei ultradünnwandigen Polyolefin‑Hülsen:
(1) Axiale Risse und Einrisse – typischer Defekt, verursacht durch Spannungskonzentrationen (scharfe Kanten, Grate, lasergeschnittene Konturen, Stufen von Markierungsbändern), Temperaturspitzen oder ringförmige Restspannung durch zu stark behinderte Schrumpfung. Das Polymer weist durch die Dehnung eine hohe Orientierung auf; schon eine kleine Kerbe kann sich zu einem über die gesamte Länge verlaufenden Riss ausweiten;
(2) Durchbruch durch Hot‑Spots – lokales Schmelzen durch einseitige oder übermäßige Wärmezufuhr;
(3) Weißfärbung oder kreideartige Spuren – Spannungsweißfärbung durch Knicken, Dehnen oder unsachgemäße Handhabung bei der Montage; bei dieser Wandklasse handelt es sich um einen ausschließenden Fehler;
(4) Blasen oder Aufwölbungen – durch eingeschlossene Luft an den Enden oder zu schnelles Aufheizen; schrumpfen Sie progressiv von der Mitte zu den Enden;
(5) Längsverschiebung – diese Werkstofffamilie ändert ihre Länge während der Rückschrumpfung (siehe Datenblatt), positionieren Sie mit Spiel und prüfen Sie die Endpositionen an Erstmustern.

3. Substratverträglichkeit

F3. Was ist bei Kontakt mit Kathetersubstraten, Metallen und medizinischen Klebstoffen zu beachten?

A3. Aufgrund der niedrigen Rückschrumpftemperatur ist dieser Schlauch gut geeignet für thermoplastische Baugruppen. Er kann über vielen Konstruktionen aus PEBAX, Nylon und PU zurückschrumpfen, ohne diese zu zerstören. Dennoch prüfen Sie dies an Ihrer konkreten Schichtanordnung, da das Erweichungsverhalten je nach Qualität und Härtegrad stark variiert. Auf Metallen – feinen Hypotuben, Nadeln, Leitungen, elektrochirurgischen Mikrokomponenten – ist er eine klassische Lösung für eine extrem flache Isolierung. Eine zentrale Voraussetzung: Die Oberfläche muss glatt sein. Entgraten, polieren oder trommeln Sie alle Kanten und Stufen, über die die Hülse gleitet. Bei einer ultradünnen Wand wird schon ein Mikrograt unter ringförmiger Spannung zu einer Rissursache. Halten Sie Kontaktflächen sauber: Ziehöle, nicht vollständig verdampftes Isopropanol und Rückstände von Trennmitteln beeinträchtigen die Schrumpfqualität. Zum Thema Haftung: LDPE ist ein Polyolefin mit niedriger Oberflächenenergie. Ohne Oberflächenbehandlung (Korona‑, Plasmabehandlung oder Primer) haften Klebstoffe, Primer und Umspritzmaterialien nicht zuverlässig. Planen Sie diesen Arbeitsschritt explizit oder kontaktieren Sie uns zur Besprechung von Lösungsansätzen.

4. Chemische Einwirkung & Materialerklärungen

F4. Gibt es Vorsichtsmaßnahmen bei Chemikalien und Desinfektionsmitteln und welche Materialerklärungen stehen zur Verfügung?

A4. Der Schlauch verträgt übliche Krankenhausreinigungen und gängige Desinfektionsmittel wie Alkohole. Dennoch sind Polyolefine chemisch weniger inert als Fluorpolymere. Vermeiden Sie langanhaltenden Kontakt mit starken Oxidationsmitteln sowie aromatischen und chlorierten Lösungsmitteln. Falls Ihr Gerät wiederholt mit einem bestimmten Wirkstoff in Kontakt kommt, teilen Sie uns Zusammensetzung und Einwirkungszyklen mit, dann unterstützen wir Sie bei der Verträglichkeitsprüfung. Zur Dokumentation: Der Werkstoff erfüllt die Anforderungen nach ISO 10993, USP Class VI und RoHS (siehe Datenblatt). Wir stellen Zusammensetzungserklärungen und Materialprüfberichte für Ihre Materialdeklarationen zur Verfügung. Teilen Sie Bedarf an stoffgenauen Erklärungen bereits bei der Angebotsanfrage mit, damit die erforderlichen Unterlagen von Anfang an erstellt werden.

5. Sterilisation

F5. Welche Sterilisationsverfahren werden unterstützt und welche Veränderungen sind bei wiederholten Zyklen bei ultradünnen Wänden zu erwarten?

A5. Das Datenblatt weist die Verträglichkeit mit Gammabestrahlung und Ethylenoxid‑Sterilisation (EtO) aus. Zwei wichtige Hinweise zu den Einsatzgrenzen.
(1) Dampf‑Autoklavierung und Heißluftsterilisation werden von dieser Werkstofffamilie nicht unterstützt: Die Einsatztemperatur von LDPE liegt deutlich unter den Autoklav‑Bedingungen. Ein Dampfzyklus führt zu Verformung oder erneuter Schrumpfung der geschrumpften Hülse. Falls Ihr Gerät eine Dampf‑Nachsterilisation erfordert, fragen Sie uns nach unseren höher temperaturfesten Qualitäten.
(2) Auch bei zugelassenen Verfahren müssen Prüfungen an der geschrumpften Hülse am realen Gerät über die gesamte vorgesehene Zyklenzahl erfolgen. Bei ultradünnen Wänden handelt es sich hierbei nicht um eine Formalität: Wiederholte Strahlungs‑ oder EtO‑Zyklen können die Polyolefineigenschaften verändern. Kriechen unter ringförmiger Restspannung wirkt sich besonders schädlich aus, wenn nur sehr wenig Wandmaterial zur Spannungsverteilung zur Verfügung steht. Prüfen Sie Maßstabilität (auch Länge), Oberflächenzustand, Haltekraft und – bei Isolationsanwendung – die dielektrische Integrität nach der Einwirkung.

6. Anwendungsgrenzen

F6. Wann ist ultradünnwandiges LDPE die richtige Wahl – und wann wird es nicht empfohlen?

A6. Geeignete Anwendungen: Extrem flache Isolation und Schutz bei feindimensionierten invasiven Bauteilen, bei denen jeder Mikrometer zusätzlicher Außendurchmesser zählt – Abschnitte von Mikrokathetern, feine Leitungen und Drähte, elektrochirurgische Mikrokomponenten – bei sanfter, geregelter Wärmeeinwirkung und Anforderung an eine glatte Oberflächenqualität. Mit Vorsicht oder nicht empfohlen: Geräte, die einer Dampf‑Autoklavierung oder Heißluftsterilisation unterzogen werden (siehe Frage zur Sterilisation); Dauerbetrieb bei erhöhten Temperaturen; Einsätze, bei denen die Hülse strukturelle oder zugbelastete Aufgaben übernehmen soll – bei dieser Wandklasse handelt es sich um eine Beschichtung, kein Strukturbauteil; Baugruppen mit nicht glättbaren scharfen Kanten, Graten oder abrupten Stufen; stark gleitender Abrieb. Falls Ihre Anwendung vor allem durch mechanische Belastungen, hohe Temperaturen oder aggressive Chemikalien geprägt ist, teilen Sie uns dies vor der Auslegungsfreigabe mit, dann weisen wir Sie auf die passende Werkstofffamilie oder Wandklasse aus unserem Sortiment hin.

7. Grenzen von regulatorischer & elektrischer Konformität

F7. Bedeutet die Konformität nach ISO 10993 / USP Class VI oder die im Datenblatt angegebene dielektrische Kennwert eine Zulassung des fertigen Geräts?

A7. Nein – dieser Unterschied ist bei Audits von großer Bedeutung. Wir liefern nur Schlauch‑Komponenten. Eine materialseitige Konformität nach ISO 10993 / USP Class VI dient nur als unterstützende Unterlage und ersetzt keine regulatorische Zulassung des fertigen Medizinprodukts. Die biologische Bewertung des fertigen Produkts (ISO 10993‑1), Sterilisationsvalidierung, Prozessvalidierung (IQ/OQ/PQ) sowie Risikoanalyse (ISO 14971) liegen in der Verantwortung des Geräteherstellers. Dieselbe Logik gilt für den elektrischen Bereich: Die im Datenblatt aufgeführten dielektrischen Eigenschaften sind materialbezogene Prüfwerte und stellen keine elektrische Sicherheitszertifizierung des Geräts dar. Bei ultradünnen Wänden ist dieser Punkt besonders kritisch: Schon ein einzelnes Nadelloch, eine Kerbe oder ein Riss hebt die materialseitigen Kennwerte auf. Die Prüfung der Spannungsfestigkeit (Hi‑Pot), des Ableitstroms, der Kriech‑ und Luftstrecken am fertigen Gerät (gegebenenfalls nach der IEC 60601‑Serie) muss von Ihnen an der endgültigen Baugruppe durchgeführt und dokumentiert werden, auch nach Sterilisation und Alterung. Wir übernehmen keine Gewähr für Eigenschaften, die über die Angaben im Datenblatt hinausgehen.

8. Lagerung & Alterungsverhalten

F8. Wie sind ultradünnwandige Schläuche zu lagern und beeinflusst eine Langzeitlagerung die Leistung?

A8. Zwei Risikobereiche sind zu beachten. Alterung: Polyolefine reagieren empfindlicher auf Lagerbedingungen als Fluorpolymere. Bewahren Sie die Schläuche in der Originalverpackung an einem kühlen, trockenen Ort auf, fern von direkter Sonneneinstrahlung, UV‑Strahlung und Wärmequellen. Erhöhte Lagertemperaturen können den aufgeweiteten Zustand langsam entspannen und die Rückschrumpffähigkeit herabsetzen; UV‑ und Ozoneinwirkung lassen die Polyethylen‑Oberfläche altern. Mechanische Risiken: Bei dieser Wandklasse sind Beschädigungen durch Handhabung das praktisch größere Risiko. Schützen Sie vor Quetschen, Knicken und Randkerben, verwenden Sie saubere, glatte Werkzeuge und Handschuhe. Eine bereits bei der Lagerung entstandene Mikrokerbe kann sich während der Schrumpfung zu einem Riss ausweiten. Wenden Sie das FIFO‑Prinzip (First‑In‑First‑Out) an. Im Datenblatt ist keine feste Haltbarkeit angegeben. Bei lang gelagerten Chargen führen Sie vor der Serienfreigabe eine kurze Rückschrumpfprüfung an Mustern unter Ihren validierten Einstellungen durch und nehmen Sie die Lagerbedingungen in Ihre Wareneingangsprüfung auf.

9. Nachbearbeitung

F9. Unterstützen wir Zuschnitt, kundenspezifische Abmessungen, Sonderfarben oder spezielle Schrumpfverhältnisse?

A9. Zuschnitte auf Festmaß sind möglich. Bei ultradünnen Wänden ist die Schnittqualität eine funktionelle Anforderung, keine reine Optikanforderung: Stumpfe Messer und Scheren hinterlassen Mikrokerben und gezackte Ränder, die unter ringförmiger Schrumpfspannung zu Rissausgangsstellen werden. Wir schneiden mit scharfen, spezialisierten Werkzeugen und prüfen die Schnittkanten. Falls Sie intern zuschneiden, halten Sie denselben Qualitätsstandard ein. Kundenspezifische Abmessungen und Wärmeschrumpfverhältnisse sind auf Anfrage für Sonderanwendungen realisierbar (siehe Datenblatt). Farben außerhalb des Standardangebots können besprochen werden. Bedruckungen und vergleichbare Nachbearbeitungen werden auf Anfrage geprüft. Teilen Sie die Anforderungen in der Angebotsanfrage mit, dann bestätigen wir Machbarkeit und erreichbare Toleranzen. Berücksichtigen Sie die Längenänderung dieser Werkstofffamilie während der Rückschrumpfung (siehe Datenblatt) und klären Sie, ob die Schnittlänge auf den gelieferten oder den geschrumpften Zustand bezogen ist.

10. Muster, Pilotchargen & Hochlauf zur Serienproduktion

F10. Wie läuft die Versorgung mit Mustern sowie der Übergang von Versuchen zur Serienproduktion ab?

A10. Bewertungsmuster in Standardabmessungen stehen zur Verfügung, um das Rückschrumpf‑Prozessfenster an Ihren realen Anlagen und Bauteilen zu ermitteln. Bei ultradünnwandigem LDPE ist dieser Schritt zwingend erforderlich, da das Prozessfenster eng ist und Ihr Heizrezept vor der Auslegungsfreigabe mit Mustermaterial festgelegt werden soll. Wir beliefern Sie von Pilotchargen bis hin zur Serienproduktion, Lieferzeiten werden im Angebot festgelegt. Wenn Sie eine Zweitquelle nutzen möchten, weil Sie bei Marken‑Medizinschläuchen mit langen Lieferzeiten oder Zuteilungsrisiken konfrontiert sind, teilen Sie uns die Referenzspezifikation mit – Maßklasse, Wanddicke nach der Schrumpfung, Farbe und Leistungsanforderungen – dann ermitteln wir das passende Äquivalent für Parallelversuche. Bei jeder Einführung einer Zweitquelle ist es empfehlenswert, die ersten Serienchargen anhand Ihrer validierten Referenzmuster im Wareneingang zu prüfen.

11. Checkliste für Angebotsanfrage (RFQ)

F11. Welche technischen Angaben sollen in einer Angebotsanfrage enthalten sein?

A11. Für ein schnelles und korrektes Angebot geben Sie bitte Folgendes an: Benötigte Größe (gelieferter Innendurchmesser und/oder geschrumpfter Innendurchmesser) sowie Anforderungen an die Wanddicke nach der Schrumpfung, inklusive Angabe, welche Toleranz funktional kritisch ist; Bestellmenge und geschätztes Jahresvolumen; Lieferform (Spule oder Festmaßzuschnitt mit Toleranz, Anforderungen an Schnittkantenqualität und Angabe, ob die Länge auf gelieferten oder geschrumpften Zustand bezogen ist); Farbe; Einsatzzweck und Bauteil unter der Hülse (Werkstoff des Bauteils, Durchmesserbereich mit Toleranzen, Oberflächenzustand sowie maßkritischer Lumen); der zulässige zusätzliche Bauraum, den die geschrumpfte Hülse einnehmen darf; Typ Ihrer Heizanlage und Prozesstemperatur; ob eine Haftung oder Umspritzung der Hülse vorgesehen ist (geplante Oberflächenbehandlung); Sterilisationsverfahren und Anzahl der Zyklen; elektrische Anforderungen bei Isolationsanwendung (Betriebsspannung, Hi‑Pot‑Prüflevel des fertigen Geräts und ob eine Prüfung auf Nadellöcher/Kontinuität erforderlich ist); Referenzspezifikation bei Umstellung auf eine Zweitquelle; Nachbearbeitungen (Zuschnitt, Bedruckung); benötigte Compliance‑Unterlagen (ISO 10993 / USP Class VI‑Materialprüfberichte, RoHS‑ und Zusammensetzungserklärungen); Zielpreis, Lieferbedingungen und Lieferort.

12. Materialerklärungen, MAF‑Dateien & Änderungssteuerung

F12. Was ist zu Materialerklärungen, MAF‑Dateien und der Änderungssteuerung zu beachten?

A12. Praktische Hinweise.
(1) Wir stellen materialbezogene Unterlagen – Zusammensetzungserklärungen, RoHS‑Erklärung sowie Prüfberichte nach ISO 10993 / USP Class VI – für Ihre technische Dokumentation, EU‑MDR‑Unterlagen oder Lieferantenqualifizierungsunterlagen zur Verfügung.
(2) Falls die Bezugnahme auf ein Geräte‑Master‑File (MAF) sinnvoll ist, können wir über Autorisierungsschreiben sprechen, sodass Ihr Regulierungsteam unsere Materialdaten in Ihren Einreichungen zitieren kann. Der Geltungsbereich wird projektbezogen vereinbart.
(3) Was wir nicht leisten: Wir übernehmen keine Zusagen oder Verpflichtungen für Ihr fertiges Gerät. Unsere Materialunterlagen stellen keine geräteseitige FDA‑Zulassung, keine CE‑Konformität und keine geräteseitige Bestätigung der biologischen oder elektrischen Sicherheit dar.
(4) Änderungssteuerung: Falls Ihre regulatorische Einreichung Benachrichtigungsvereinbarungen bei Werkstoff‑ oder Prozessänderungen erfordert, weisen Sie uns vor der Auslegungsfreigabe darauf hin, damit dies in der Liefervereinbarung berücksichtigt wird. Sowohl Migration auf eine Zweitquelle als auch Werkstoffänderungen stellen bei vielen Geräteeinreichungen meldepflichtige Ereignisse dar. Es ist deutlich einfacher, Benachrichtigungspflichten bereits im Vertrag festzulegen, als diese nachträglich anzupassen.

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